Pressebericht 31 März 2022

Projekt H2Bordeaux : Einsatz von Wasserstoff

Projekt H2Bordeaux: Ein weiterer Schritt zur Verwendung von Wasserstoff zu Mobilitätszwecken.

overview photo of a processing facility at a renewable gas storage site taken underwater.

Am 30. März 2022 endete das europäische Projekt H2Bordeaux zur Bewertung des Entwicklungspotentials der Wasserstoffwirtschaft zur Verringerung des Kohlenstoffausstoßes durch Industrie und Mobilität in der Hafenzone von Bordeaux. Anlässlich dieses Termins trafen Vertreter der Privatwirtschaft und öffentlicher Stellen zusammen, um mögliche Verwendungen Revue passieren zu lassen und über kurzfristige Ziele und erforderliche Mittel zu diskutieren. Dieses Projekt zur Unterstützung der Wasserstoffwirtschaft mit dem Ziel, den Kohlenstoffausstoß von Hafengebieten zu reduzieren, wird als Grundlage für ähnliche Projekte auf europäischer Ebene dienen. Durch diese Studien werden Verwendungsmöglichkeiten rund um Hafenzonen identifiziert und multimodale Hubs geschaffen, um so die Industrie und die Seeschifffahrt bei der ökologischeren Gestaltung ihres Energieverbrauchs zu unterstützen.

Zwei mögliche Lösungen für klimafreundliche Mobilität

Seit 2020 wurden mehrere Möglichkeiten zur Verwendung von Wasserstoff im Hafen untersucht, von denen vier in naher Zukunft realisierbar erscheinen;

  • Umstellung der Energieversorgung der BAT3 (BATCub) auf Wasserstoff: Diese Binnenschiffshuttles des TBM-Netzes (Transports Bordeaux Métropole) dienen zum Übersetzen von einem Ufer der Garonne zum anderen. Gemäß den Studien könnte ein Shuttle bis zu 15 Tonnen Wasserstoff pro Jahr verbrauchen, wobei insgesamt 5 bis 6 Boote umgewandelt werden könnten.
  • Umstellung der Busse des TBM-Netzes auf Wasserstoff: Die Studie hat gezeigt, welche Verwendungsmöglichkeiten beim Landtransport bestehen, um die Busflotte ökologischer zu gestalten. Hierfür wären zwei Tankstellen erforderlich, die pro Tag bis zu 400 kg liefern können, wovon jeweils eine an jedem Ufer der Garonne stehen müsste, in Bassens und in der Nähe von Bacalan.
  • Umwandlung einer Rangierlokomotive: Die Projektpartner haben zudem die Möglichkeit untersucht, einen Güterzug auf Wasserstoff umzustellen, um bei den Fahrten zwischen den Terminals Ambès und Bassens die Verwendung fossiler Energieträger zu vermeiden. Die technische-kaufmännische Machbarkeitsstudie hat belegt, dass dieser Güterzug mit einer Brennstoffzelle und Batterien ausgestattet werden kann.
  • Konzept einer Energie-Lastenkahns: Die Studie ermöglicht die Konzeption eines Lastenkahns, der während 24 Stunden 1,5 MW bereitstellen kann, um so anliegende Boote mit Energie zu versorgen oder den Energieverbrauch am Ufer der Garonne auszubalancieren.

Bereits jetzt ein Referenzprojekt für andere Hafenstädte…

H2Bordeaux ist ein Innovationsprojekt, das Akteure mit Sachverstand in verschiedenen Bereichen zusammenbringt (Le Grand Port Maritime de Bordeaux, Storengy, Hensoldt). Es ermöglicht die Förderung von Wasserstoff und dessen Verwendung als Energiequelle auf regionaler Ebene und über die Grenzen Frankreichs hinaus, da andere Häfen bereits ihr Interesse an diesem Projekt bekundet haben.
Laut Jean-Frédéric Laurent, dem Vorstandsvorsitzenden von GPMB, „hat das Projekt H2Bordeaux sein Ziel erfüllt, indem es dank der durchgeführten Studien die konkreten Grundlagen für die technische Machbarkeit der Entwicklung eines Wasserstoff-Ökosystems im Herzen der Metropolregion geschaffen hat, mit dem Hafen von Bordeaux als ideal gelegener Plattform.

Über Storengy

Storengy, ein Tochterunternehmen von ENGIE, ist einer der Weltmarktführer im Bereich der Untergrundspeicherung von Erdgas. Seit nunmehr 70 Jahren konzipiert, entwickelt und betriebt Storengy Speicheranlagen und bietet seinen Kunden innovative Produkte an. Das Unternehmen verfügt über 21 Erdgasspeicher, die insgesamt auf eine Kapazität von 136 TWh in Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich kommen. Storengy nimmt ebenfalls eine Schlüsselstellung bei erneuerbaren Gasen (Biogas, Wasserstoff, synthetisches Methan) und Geothermie (Wärme-, Kälte- und Stromerzeugung) ein. Im Bereich Wasserstoff ist Storengy Mitglied von France Hydrogène (der ehemaligen AFHYPAC) sowie des Verbands Hydrogen Europe.
www.storengy.com

Über den Hafen von Bordeaux

  • 7 Hafenterminals entlang des Mündungsgebiets der Gironde:  Le Verdon, Pauillac, Blaye, Ambès, Blanquefort-Parempuyre, Bassens und Bordeaux Centre – Port de la Lune
  • Eine Vielzahl an Waren: Schwergüter, Container, Energie- und Agrargüter
  • Ein renommierter Zwischenlandungshafen für Kreuzfahrer
  • Ein vielseitiges Instrument im Dienst der Wirtschaft von Südwest-Frankreich
  • Ein Innovationsterritorium zur Energiewende durch VIGIEsip und GIRONDE XL 3D
  • Schutz der Artenvielfalt und Unterstützung der Energiewende durch die Projekte PÉÉPOS und H2Bordeaux
  • Ein herausragender Akteur im Bereich der Wartung und Reparatur von Schiffen
  • Ein herausragender Akteur der Kreislaufwirtschaft
  • Mehr als 8.100 direkte Anstellungen in rund 275 Niederlassungen

Über HENSOLDT

HENSOLDT NEXEYA FRANCE, ein Tochterunternehmen der HENSOLDT-Gruppe, ist ein französisches Industrieunternehmen, das mit seinen 600 Angestellten einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro erwirtschaftet. HENSOLDT NEXEYA FRANCE konstruiert, fertigt und wartet komplexe elektronische Systeme für die Bereiche Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Transportwesen und Energiewirtschaft.
HENSOLDT NEXEYA FRANCE entwickelt Wasserstofflösungen für abgelegene und sensible Standorte, Microgrids und Öko-Viertel, sowie für Hafen-Ökosysteme.
www.nexeya.com

Mehr zum Thema: www.H2Bordeaux.eu

Medienansprechpartner:

Monet + Associés für Storengy 
Lison Douvegheant
ld@monet-rp.com – Tel..: +33 (0)4 78 37 34 64

Port de Bordeaux 
Océane Pourté
o-pourte@bordeauxport.fr – Tel..: +33 (0)6 64 49 92 33

Hensoldt Nexeya France
Justine Audo
justine.audo@hensoldt.fr -  Tel..: +33 (0)6 34 08 63 94