Direkt zum Inhalt
Pressebericht 20 Oktober 2020

Storengy und GazelEnergie arbeiten gemeinsam

Storengy und GazelEnergie arbeiten gemeinsam an der Entwicklung des Wasserstoff-Sektors im Département Moselle

 

centrale à charbon

Am 20. Oktober haben Storengy, das auf Gasspeicherung und die Entwicklung erneuerbarer Gase spezialisierte Tochterunternehmen von ENGIE, und GazelEnergie, das in der Stromerzeugung und Erdgas- und Stromversorgung tätig ist, ein Partnerschaftsabkommen zur Schaffung eines Wasserstoff-Territoriums im Gemeindeverband Saint-Avold unterzeichnet, in dessen Rahmen das Kohlekraftwerk Emile Huchet auf Grundlage der Entscheidung Frankreichs, alle Kohlekraftwerke zu schließen, umgewandelt werden soll. Ziel ist es, die Energiewende territorial umzusetzen und die lokale Industrie und Mobilität durch die Verwendung lokal erzeugten, grünen Wasserstoffs kohlenstofffrei zu gestalten. Das Projekt ist Bestandteil des Territorialpakts, der im Rahmen des Wiederaufbauprogramms France Relance mit dem Staat unterzeichnet wurde.

Ein Großprojekt zur Förderung der lokalen Erzeugung kohlenstofffreier Energie

Das im Gebiet des Warndt gelegene Projekt Emil’Hy zielt darauf ab, die Erzeugung und Verwendung erneuerbaren Wasserstoffs miteinander zu verknüpfen. Hierzu soll bis 2023 am Standort des Kohlekraftwerks Emile Huchet in Saint-Avold eine Anlage zur Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse entstehen. Diese wird es ermöglichen, Nutzen aus bestehender Infrastruktur zum Stromtransport und Wasseranschlüssen zu ziehen, die zur Wasserstofferzeugung erforderlich sind. Die Stromversorgung des Elektrolyseurs wird über lokale Projekte zur Gewinnung erneuerbarer Energie erfolgen.

Das Projekt umfasst zwei Phasen:

  • Die erste Phase beginnt 2023 mit einer Produktionskapazität von 5 MW. Hierdurch werden Mobilitätsbedürfnisse abgedeckt, indem 15 Busse des Gemeindeverbands angetrieben werden;
  • Die zweite, 2025 beginnende Phase wird einer breitere Anwendung ermöglichen. Die geschätzte Elektrolyseproduktion zwischen 50 und 100 MW könnte sowohl weitere Mobilitäts- als auch Industriebedürfnisse abdecken. Der Bau von Infrastruktur könnte der Schaffung eines großflächigeren Wasserstoff-Territoriums bis nach Deutschland und Luxemburg dienen (MosaHyc-Initiative). Durch Schaffen einer Salzkaverne an Storengys Speicher in Cerville (Département Meurthe-et-Moselle) könnte überschüssiger Wasserstoff gespeichert und so die Versorgungssicherheit und die nötige Flexibilität des Projekts gewährleistet werden.

Beruflicher Übergang gewährleistet

Die von der Schließung des Kohlekraftwerks betroffenen Angestellten werden prioritär in das Projekt aufgenommen, da ihnen im Rahmen der Anwendung der Energie- und Klimagesetzes  beim Kohleausstieg soziale Begleitung zusteht.

Des Weiteren wurden von ENGIE Vorkehrungen getroffen, um die Belegschaft des Emile-Huchet-Kraftwerks bei der Neuorientierung hin zu zukunftsträchtigen Berufen Hilfestellung zu bieten.

Schaffen eines Wasserstoff-Territoriums

Das Projekt Emil’Hy wird zunächst dem Aufbau eines neuen, territorialen Wasserstoff-Sektors dienen, der später regionales und in der 2. Phase grenzüberschreitendes Ausmaß annehmen wird. Sobald sich dieses Projekt von der französischen Region Grand Est hin zum Saarland und bis nach Luxemburg ausdehnen wird, könnte es zum ersten gemeinsamen deutsch-französischen Kooperationsprojekt im Bereich Wasserstoff werden.

Jean-Michel Mazalerat, Vorsitzender von EP France und GazelEnergie: „Dieses Projekt ist eine Gelegenheit für die Angestellten des Standorts Saint-Avold, sich neu aufzustellen, und ein konkretes Beispiel für die Bereitschaft von GazelEnergie, in Frankreich zu investieren und als Akteur der Energiewende territorial tätig zu werden.“

Cécile Prévieu, Geschäftsführerin von Storengy: „Dieses Projekt ist der Grundstein eines größeren Programms, das langfristig darauf abzielt, eine über die französischen Grenzen hinausgehende Wasserstoff-Region zu begründen. Dieses Abkommen zeugt von Storengys Willen, territoriale Akteure bei der ökologischen Wende zu unterstützen und einen neuen Industriesektor aufzubauen.“

Salvatore Coscarella, Präsident des Gemeindeverbands Saint-Avold: „Der Gemeindeverband Saint-Avold ist traditionell eine Region mit stark energieindustrieller Prägung, die entschlossen ist, dem industriellen Wandel hin zu kohlenstofffreien Anwendungen zu begleiten. Unser Anspruch ist es, die Bildung eines Ökosystems um die Erzeugung und Verwendung von grünem Wasserstoff zu fördern, indem wir all jene unterstützen, die diese Vision teilen.“

@ : marie@monet-rp.com – Tél : 0033 (0)4 78 37 34 64

@ : storengy-communication-externe@storengy.com

Téléchargez le communiqué de presse